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Der Röstigraben-Benito fordert Geduld. Ein Liveticker.

Zu eurem Glück bin ich fliessend frankophon und verstehe das Nuscheln des Röstigraben-Benitos hinter seiner Gesichtswindel sogar in dieser Sprache. Er ist live, wenig überraschend erwähnt er gleich zu Beginn die vier lächerlichen Kriterien, natürlich sind drei nicht erfüllt. Dann natürlich die Unbekannten bezüglich der Mutanten, die Unbekannten der Mutanten, die alten unbekannten Tanten. Möglicherweise sind sie sogar noch gefährlicher natürlich, möglicherweise. Die Krise darf nicht verlängert werden natürlich. Das wäre unvorsichtig. Heute ja nichts riskieren, das könnte die Krise verlängern. (Keine Ahnung, welche Krise er meint, aber vermutlich nicht die übervollen Kinderpsychiatrien, die alkoholkranken Home-Office-Mitarbeiter oder die bankrotten Gastronomiebetreiber.) Wir sind jetzt schon wellenerfahren, also gute Surfer. Geduld, VIER Wochen Geduld sind gefordert. Die Zahlen steigen, wir dürfen da nicht noch mehr riskieren. Es muss um jeden Preis vermieden werden, dass das Fest der Auferstehung so schlimm wird wie das Fest der Geburt (wie schlimm war das eigentlich? Ich sah keine Leichenberge). Jetzt viel Gelaber, völlig unverständlich bzw. inhaltsfrei, erinnert an Hegel, einfach mit kürzeren Sätzen. Es geht nicht nur um die Gesundheit, sondern auch um die Wirtschaft! Nur keine Extreme jetzt! Also vermutlich keine offenen Terrassen (das nehme ich jetzt vorweg). Et si tu n’existais pas (Joe Dassin, wenn ich nicht irre). Blablablablabla. Hauptsache blabla keine erneute Schliessung blabla Dear Prudence (Beatles). Irgendwas mit Impfungen und Testungen, mir wird schon so schlecht, dass meine zarte Seele gleich einen Rückfall erleidet, aber ich gebe mir das jetzt noch zu Ende. SO schaut Selbstlosigkeit aus. Schwein gehabt, schon durch, jetzt kommt das alles noch auf Deutsch. Mutti, schick mal den Mann mit dem Koks, mir ist kalt.



Kommentar:


Diese feigen Ärsche konnten sich schon wieder nicht zu einem harten Lockdown durchringen, was uns tausende Menschenleben kosten wird. Es ist eine Schande, dass Wissenschaftsexperten wie Lauterbach und Atmosphären- oder Umweltdingsbums wie Bäumle nicht mehr Gehör geschenkt wird. Das werden wir noch so was von bereuen.


Ist euch auch einer abgegangen, als ihr gehört habt, dass wir jetzt daheim schon wieder zu zehnt feiern dürfen?


(publiziert in: Gianni della Scala: Irgendwo schrie ein Baby. Summer Edition der unautorisierten Fortsetzung von Hans von der Leiters «I would prefer not to.», ISBN-13: 979-8526157247)

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